Ratgeber · Sommer

Sommerfüsse: Sandalen, Barfusszeit, Badi.

Keine Jahreszeit fordert die Füsse mehr: Reibung in offenen Schuhen, heisse Böden, nasse Garderoben. Ein ehrlicher Wegweiser durch die Saison, mit dem, was wirklich hilft.

Sandalen: Freiheit mit Nebenwirkungen

Offene Schuhe sind die Erholung des Sommers, und zugleich seine häufigste Beschwerdequelle. Wo Riemen reiben, entstehen Blasen und mit den Wochen Druckstellen; wo die Ferse offen liegt, verdunstet Feuchtigkeit, die Haut verhornt, und aus der glatten Ferse werden raue Ränder, im schlimmsten Fall Schrunden.

Was hilft: neue Sandalen zuerst stundenweise eingehen, Riemen auf harte Nähte prüfen, Reibstellen früh mit einem Blasenpflaster schützen. Und der Ferse abends zurückgeben, was der Tag genommen hat: eine rückfettende Creme, gerne mit Harnstoff. Wird die Hornhaut dick oder reisst sie ein, tragen wir sie schonend ab, bevor die Saison sie vertieft.

Barfuss: gesund, mit Mass und Ort

Auf Gras, Sand und Waldboden ist Barfussgehen ein kleines Training: Die Fussmuskeln arbeiten, das Gewölbe wird gefordert, der Gang wird wacher. Ein paar Minuten täglich genügen; wer mehr will, findet im Barfuss-Studio des Hauses die passenden Übungen.

Zwei ehrliche Grenzen. Erstens der Boden: Heisse Platten am Beckenrand verbrennen schneller, als man denkt, und wo Glas liegen kann, gehört eine Sohle darunter. Zweitens die Gesundheit: Bei Diabetes bleibt der Schuh auch im Sommer an, denn kleine unbemerkte Verletzungen sind dort zu teuer.

Badi und Garderobe: Hochsaison des Fusspilzes

Warm, feucht, viele nackte Füsse: Garderoben und Duschen sind im Sommer die Hauptumschlagplätze für Fusspilz und Warzenviren. Badeschuhe kosten wenig und ersparen viel, und die Zehenzwischenräume nach dem Baden zu trocknen ist der zweite halbe Sieg.

Juckt und schuppt es trotzdem zwischen den Zehen, hilft der frühe Blick: Ob es Pilz ist oder nur trockene Haut, trennt die Weggabelung des Hauses in einer Minute, und in der Praxis sehen wir es durch die Lupe. Früh behandelt ist Fusspilz rasch besiegt; unbeachtet wandert er gern zum Nagel weiter.

Hitze: schwere, geschwollene Füsse

An heissen Tagen weiten sich die Gefässe, und nach langem Sitzen oder Stehen sammelt sich Flüssigkeit in Beinen und Füssen. Das ist meist harmlos und vergeht über Nacht. Gutes dagegen: die Beine abends höher lagern, kühl abduschen, die Zehen bewegen, barfuss auf kühlem Boden stehen.

Eine Ausnahme nehmen Sie bitte ernst: Eine Schwellung, die nur ein Bein betrifft oder mit Schmerz, Rötung und Spannungsgefühl kommt, ist keine Sommerlaune und gehört rasch in Abklärung.

Die kleine Sommer-Apotheke für unterwegs

Kurz gefragt, ehrlich geantwortet

Ist Barfusslaufen gesund?

In Massen ja: Auf natürlichen Böden wie Gras, Sand oder Waldweg trainiert Barfussgehen die kleinen Fussmuskeln und das Gewölbe. Vorsicht auf heissen Belägen und überall dort, wo Scherben liegen können; bei Diabetes gehören Schuhe an jeden Ort, an dem Verletzungen möglich sind.

Wie vermeide ich Fusspilz im Schwimmbad?

Badeschuhe in Garderobe und Dusche, die Zehenzwischenräume nach dem Baden gründlich trocknen, ein eigenes Tuch für die Füsse und Schuhe, die zwischen den Einsätzen trocknen dürfen. Juckt und schuppt es trotzdem zwischen den Zehen, lohnt sich der frühe Blick in der Praxis.

Was hilft gegen Blasen von neuen Sandalen?

Neue Sandalen zuerst stundenweise tragen, Riemen weich halten und Reibstellen früh mit einem Blasenpflaster schützen. Eine pralle Blase nicht aufstechen, sondern polstern; öffnet sie sich von selbst, sauber halten. Entzündet sie sich, schauen wir sie an.

Warum schwellen die Füsse bei Hitze an?

Bei Wärme weiten sich die Gefässe, und Flüssigkeit sammelt sich in Beinen und Füssen, besonders nach langem Sitzen oder Stehen. Bewegung, Hochlagern und kühles Abduschen helfen. Eine Schwellung nur auf einer Seite, mit Schmerz oder Rötung, gehört rasch in Abklärung.

Und wenn der Sommer doch Spuren hinterlässt, ein entzündetes Blasenbett, ein Hühnerauge nach Sandalenwochen, ein hartnäckiges Jucken: Genau dafür ist dieses Haus da.

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Wir nehmen uns Zeit für Ihren Befund. Termine nach Vereinbarung: 043 535 44 47, Zeltweg 74, Zürich.

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