Die Nagelspange (Orthonyxie) ist eine podologische Korrekturtechnik: Eine feine Spange aus Draht oder Kunststoff wird auf dem Nagel fixiert und hebt die seitlichen Nagelränder mit sanfter, konstanter Zugkraft an. So wächst ein eingewachsener oder eingerollter Nagel über Monate in eine flachere, beschwerdefreie Form.
- Eingewachsene Nägel (Unguis incarnatus), auch wiederkehrend
- Rollnägel mit Druckschmerz
- Nach Entzündungen, zur Stabilisierung des Nagelwachstums
Nach Befund und Anpassung wird die Spange schmerzfrei aufgebracht und in Abständen von einigen Wochen nachreguliert. Duschen, Sport und Alltag sind normal möglich. Viele Betroffene spüren die Entlastung bereits nach dem Einsetzen, und in vielen Fällen lässt sich so ein operativer Eingriff vermeiden.
Für die Drahtspange setzen wir die GOLDSTADT-Spange von RUCK ein, benannt nach der Goldstadt Pforzheim und 1990 als flache Variante aus vergoldetem Federstahl entwickelt. Die Vergoldung macht die Spange hautfreundlich, ein Vorteil bei Nickelempfindlichkeit, und verbessert den Halt des Klebers; die flache Bauweise trägt kaum auf, Socken und Schuhe bleiben alltagstauglich. Es gibt sie als Vollspange mit Häkchen an beiden Nagelrändern für beidseitig eingewachsene oder eingerollte Nägel, als Halbspange, wenn nur eine Seite Beschwerden macht, ein Teil der Nagelplatte fehlt oder die Nachbarzehe drückt, und als Klebespange, die ohne Häkchen auf der Nagelplatte fixiert wird. Die Zugkraft wird beim Einsetzen fein eingestellt und bei den Kontrollen nachreguliert, bis der Nagel seine Bahn gefunden hat.
Das Prinzip ist unschlagbar einfach: Eine kleine, konstante Kraft verändert Wachstum, dasselbe Prinzip, mit dem Zahnspangen Zähne bewegen.
Beschwerden an Fuss, Haut oder Nagel?
Wir schauen präzise hin: diskret, auf Termin, zwischen Kreuzplatz und Kunsthaus. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.