Ein eingewachsener Nagel entsteht, wenn die Nagelkante, meist an der Grosszehe, in den seitlichen Nagelwall einwächst. Das Gewebe rötet sich, schwillt an und schmerzt bei jedem Schritt; unbehandelt kann sich die Stelle entzünden und wildes Fleisch bilden.
- Zu kurz oder rund geschnittene Nagelecken
- Enges Schuhwerk, das die Zehen zusammendrückt
- Anlagebedingt gewölbte Nägel (Rollnägel)
- Druck durch Sport, Schwitzen, feuchtes Milieu
Frühstadium: lauwarme Seifenbäder, die Stelle trocken halten, weites Schuhwerk. Nägel gerade schneiden und die Ecken nur leicht brechen, nicht ausschneiden. Wichtig: Nicht selbst «operieren»; das verschlimmert die Entzündung fast immer.
Sobald die Stelle über wenige Tage gerötet, geschwollen oder eitrig bleibt, oder das Problem wiederkehrt. In der Praxis entlasten wir die Kante schonend, versorgen die Entzündung und beurteilen, ob eine Nagelkorrekturspange (Orthonyxie) sinnvoll ist. Sie richtet das Nagelwachstum über einige Monate, in vielen Fällen bleibt der Eingriff so aus. Bei Diabetes gilt: bitte früh kommen.
Die Orthonyxie-Spange funktioniert wie eine Zahnspange für den Nagel: eine kleine, konstante Kraft über Monate, statt eines einmaligen Eingriffs.
Tut die Behandlung weh?
Wie lange trägt man eine Nagelspange?
- MSD Manual, Ausgabe für Patienten: «Eingewachsener Zehennagel»
- Gesundheitsinformation.de (IQWiG): «Eingewachsener Zehennagel»
Beschwerden an Fuss, Haut oder Nagel?
Wir schauen präzise hin: diskret, auf Termin, zwischen Kreuzplatz und Kunsthaus. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.