Journal · Füsse & schöne Automobile

Der Fuss am Gaspedal.

Zwischen Mensch und Maschine liegen am Ende ein paar Millimeter Sohle. Warum Rennfahrer Schuhe tragen, die fast keine sind, was Pedalgefühl mit Fussgefühl zu tun hat, und weshalb gepflegte Füsse am Steuer kein Luxus sind, sondern Feinmechanik.

Die dünnste Verbindung der Welt

Wer je in einem sportlichen Automobil sass, kennt das Wort vom Pedalgefühl: dieses feine Gespräch zwischen Fussballen und Maschine, in dem Zehntelmillimeter über Vortrieb, Bremspunkt und Gänsehaut entscheiden. Im Motorsport ist dieses Gespräch Beruf. Rennschuhe sind deshalb das Gegenteil des gepolsterten Turnschuhs: hauchdünne, feuerfeste Schläppchen mit Sohlen von wenigen Millimetern, schmal geschnitten, mit abgerundeter Ferse für das Spiel zwischen Gas und Bremse. Nicht weil Polster teuer wären, sondern weil jedes Polster Information schluckt.

Pedalgefühl ist Fussgefühl

Die eigentliche Messtechnik sitzt nämlich nicht im Schuh, sondern in der Fusssohle: Tausende von Druck- und Vibrationsfühlern melden, wie hart die Bremse beisst und wann das Pedal zu zittern beginnt. Genau diese Fühler leiden, wenn dicke Hornhautschichten sie abschirmen, wenn Druckstellen schmerzen oder ein eingewachsener Nagel jede Belastung zur Strafe macht. Ein Fuss, der gut versorgt ist, spürt mehr, ermüdet später und arbeitet präziser, im Fussraum eines Sportwagens genauso wie auf dem Trottoir. Mehr über dieses erstaunliche Organ erzählt unser Lexikon und das Zimmer über die Anatomie des Schrittes.

Was der Fussraum den Füssen abverlangt

Lange Fahrten sind stille Schwerarbeit für die Füsse: Die Ferse dreht als Drehpunkt tausendfach auf der Matte, der Ballen hält Dauerdruck auf schmalen Pedalen, im Sommer staut sich die Wärme rund um Motor und Getriebetunnel. Das begünstigt Hornhaut und Druckstellen an Ferse und Ballen, feuchte Füsse im engen Schuh und gereizte Nagelränder. Wer viel fährt, beruflich oder aus Freude, tut seinen Füssen mit denselben drei Dingen wohl, die auch der Rennsport kennt: passgenaue, dünnbesohlte Schuhe zum Fahren, trockene Wechselschuhe für danach und regelmässige Pflege, damit die Sohle Fühler bleibt statt Panzer.

Die schönste Parallele

Ein gutes Automobil wird gewartet, bevor etwas klappert: Öl, Bremsen, Reifen, alles nach Plan, von Menschen, die ihr Handwerk lieben. Füsse verdienen denselben Respekt, denn sie sind das einzige Fahrwerk, das man nie ersetzen kann. Die podologische Behandlung ist ihr Service-Intervall: Hornhaut wird abgetragen, Nägel werden in Form gebracht, Druckstellen entlastet, kleine Befunde erkannt, bevor sie teuer werden. Danach fühlt sich der erste Schritt an wie frisch gewuchtete Räder, und das Gaspedal, versprochen, ein kleines bisschen direkter.

Service-Intervall fällig? Ob Vielfahrerin oder Sonntagspilot: Wir bringen Ihr Fahrwerk in Form. Termine unter 043 535 44 47, Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr, oder über das Kontaktformular. Was beim ersten Besuch geschieht, zeigt die Schwelle.