Warum Füsse einen Kalender haben
Füsse leben nicht im luftleeren Raum, sondern in Schuhen, Jahreszeiten und Gewohnheiten. Die Heizungsluft des Winters trocknet die Haut aus, bis die Ferse Schrunden bildet. Die Badesaison bringt den Fusspilz auf die warmen, feuchten Flächen der Stadt. Der Herbst steckt die Füsse nach einem barfüssigen Sommer wieder in geschlossene Schuhe, und genau in diesen Übergängen entstehen die meisten Druckstellen, Hühneraugen und Nagelgeschichten, die wir später auf dem Behandlungsstuhl wiedersehen.
Der Almanach dreht die Reihenfolge um: nicht behandeln, wenn es passiert ist, sondern wissen, was kommt. Wer im April die Sandalenzeit vorbereitet, im August nach der Badi hinschaut und im Oktober die Stiefel mit Verstand kauft, erspart seinen Füssen die halbe Winterliste. Und für alles, was trotzdem kommt, sind wir da, an der Zeltweg 74, mitten in Zürich, das ganze Jahr.
Häufige Fragen durchs Jahr
Wann ist Fusspilz-Saison?
Immer dort, wo viele barfuss gehen und es feucht ist: in der Badesaison von Juni bis August und in der Hallenbad- und Saunazeit im Winter. Badeschuhe auf Gemeinschaftsflächen und trockene Zehenzwischenräume sind der beste Schutz. Nach dem Badesommer lohnt sich ein prüfender Blick, am einfachsten mit dem Fuss-Spiegel.
Wie oft sollte man im Jahr zur Podologie?
Bei laufender Behandlung bewährt sich ein Rhythmus von etwa sechs bis acht Wochen, mindestens aber ein Frühjahrs- und ein Herbsttermin: im Frühling die Bilanz nach dem Winter, im Herbst die Vorbereitung auf die geschlossene Schuhzeit. Bei Diabetes gelten engere, individuell festgelegte Abstände.
Wann bereitet man die Füsse auf die Sandalen-Saison vor?
Am besten im April: Winter-Hornhaut und Nägel in Ruhe pflegen, bevor die Füsse im Mai ans Licht kommen. Wer erst im Juni beginnt, pflegt unter Zeitdruck.
Wann kauft man Kinderschuhe fürs neue Schuljahr?
Im August oder September, nach frischem Messen: Kinderfüsse wachsen rund einen Millimeter pro Monat, die Frühlingsgrösse stimmt im Herbst oft nicht mehr. 12 bis 17 Millimeter Zugabe einplanen und der Daumenprobe nicht trauen, das Mass-Atelier hilft mit Schablone und Umrechner.
Worauf achten Menschen mit Diabetes im Winter besonders?
Auf Wärme ohne Risiko: Bettflaschen, Heizkissen und sehr heisse Fussbäder sind bei eingeschränktem Gefühl gefährlich, weil Verbrennungen unbemerkt bleiben. Besser warme Socken, trockene Schuhe, tägliche Sichtkontrolle und regelmässige podologische Termine, mehr im Lexikon zum diabetischen Fusssyndrom.