Gicht entsteht, wenn sich Harnsäurekristalle in einem Gelenk ablagern und eine heftige Entzündung auslösen. Mit Abstand am häufigsten trifft es das Grundgelenk der Grosszehe, dann spricht man von Podagra. Ein Anfall beginnt oft nachts, aus heiterem Himmel, mit rasch zunehmendem, brennendem Schmerz.
Das Grosszehengrundgelenk wird innert Stunden rot, heiss, geschwollen und äusserst berührungsempfindlich, schon die Bettdecke schmerzt. Der Anfall klingt nach Tagen ab, kehrt aber ohne Behandlung wieder und kann mit der Zeit weitere Gelenke befallen.
Ursache ist ein erhöhter Harnsäurespiegel im Blut, begünstigt durch Veranlagung, purinreiche Ernährung mit viel Fleisch, Innereien und Meeresfrüchten, durch Alkohol, gewisse Medikamente und Übergewicht. Die Behandlung des Anfalls und die dauerhafte Senkung der Harnsäure gehören in ärztliche Hand.
Die Gicht selbst behandelt die Ärztin, nicht die Podologie. Wir kommen ins Spiel, wenn das Gelenk mit der Zeit umgebaut wird, wenn Druckstellen, Hornhaut oder Nagelprobleme entstehen, oder wenn Sie zugleich Diabetes haben und der Fuss besondere Sorgfalt braucht. In der akuten Entzündung fassen wir das Gelenk nicht an.
Schon in der Antike hiess die Gicht die Krankheit der Könige, weil man sie mit reichlichem Essen und Wein in Verbindung brachte. Der Name Podagra bedeutet wörtlich der Fussfänger.
Warum trifft die Gicht so oft die Grosszehe?
Darf ich mit einem akuten Gichtanfall zur Fusspflege?
Beschwerden an Fuss, Haut oder Nagel?
Wir schauen präzise hin: diskret, auf Termin, zwischen Kreuzplatz und Kunsthaus. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.