Das Morton-Neurom ist eine gutartige Verdickung eines Zwischenzehennervs im Vorfuss, am häufigsten zwischen dem dritten und vierten Mittelfussknochen. Es entsteht, wo der Nerv unter dem Band zwischen den Köpfchen dauerhaft gequetscht und gerieben wird. Typisch sind brennende oder elektrisierende Schmerzen im Ballen, die in die Zehen ausstrahlen, ein taubes Gefühl und der Eindruck, auf einem Steinchen oder einer Falte in der Socke zu gehen.
Der Schmerz kommt beim Gehen in engen Schuhen, oft wie ein elektrischer Schlag zwischen den Zehen, und lässt fast schlagartig nach, wenn Sie den Schuh ausziehen und den Vorfuss massieren. Genau dieses Muster, Schuh aus, Erleichterung, ist der klassische Hinweis. Dazu können sich benachbarte Zehen taub oder pelzig anfühlen.
- Schmale, spitz zulaufende Schuhe und höhere Absätze: sie pressen die Köpfchen zusammen und verlagern die Last auf den Vorfuss
- Spreizfuss: das abgesunkene Quergewölbe bringt die Nervenkanäle in Bedrängnis
- Belastungsspitzen durch Laufsport oder stehende Berufe
- Frauen sind deutlich häufiger betroffen, das Schuhwerk erklärt einen guten Teil davon
Der erste Schritt ist der wirksamste: Platz schaffen. Schuhe mit breiter Zehenbox und niedrigem Absatz, dazu Pausen für den Vorfuss. Eine Pelotte, das kleine Polster hinter den Köpfchen, kann das Quergewölbe aufrichten und den Nerv entlasten; sie gehört fachlich angepasst, nicht auf Verdacht gekauft. Zehengymnastik und das Spreizen der Zehen unterstützen die eigene Muskulatur.
Bestätigt wird die Diagnose ärztlich, oft mit Ultraschall oder MRT. Die Behandlungsleiter beginnt konservativ mit Schuhumstellung, Einlagen und Entlastung, führt über Infiltrationen und endet in hartnäckigen Fällen bei einem kleinen Eingriff, der den verdickten Nerv befreit oder entfernt. Wir begleiten podologisch: Druckstellen und Schwielen am Vorfuss versorgen, Schuhwerk ehrlich beurteilen, und mit dem Schuh-Berater des Hauses das nächste Paar richtig wählen.
Beschrieben wurde das Leiden 1876 vom Philadelphia-Chirurgen Thomas G. Morton. Seine Patientinnen und Patienten beschrieben damals dasselbe wie heute: das Gefühl, auf einem Kieselstein zu gehen, der nicht da ist.
Ist ein Neurom ein Tumor?
Warum verschwindet der Schmerz, sobald der Schuh aus ist?
Hilft eine Einlage wirklich?
Wann sollte operiert werden?
Beschwerden an Fuss, Haut oder Nagel?
Wir schauen präzise hin: diskret, auf Termin, zwischen Kreuzplatz und Kunsthaus. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.