Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und überträgt bei jedem Schritt ein Vielfaches des Körpergewichts. Für die Podologie ist sie ein wichtiger Bezugspunkt: Verkürzungen und Reizungen verändern das Gangbild, die Druckverteilung und damit auch Haut und Nägel.
Eine verkürzte oder gereizte Achillessehne verlagert die Last nach vorne auf den Vorfuss. Typische Spuren sind vermehrte Schwielen unter dem Ballen, überlastete Zehen und ein verändertes Abrollen. Wer solche Muster an der Fusssohle liest, schaut deshalb immer auch auf Wade und Ferse.
Merkhilfe: Die Sehne inseriert am Tuber calcanei. Zwischen Sehne und Knochen liegt ein Schleimbeutel, der bei Reizung schmerzt. Dauerdruck durch harte Fersenkappen begünstigt Beschwerden, weiches Schuhwerk und Dehnung der Wadenmuskulatur entlasten.
Die Achillessehne hält Zugkräften von deutlich über einer halben Tonne stand und ist damit die stärkste Sehne des menschlichen Körpers.