Die Nagelhaut ist keine Schönheitsfrage, sondern eine Dichtung: Der feine Hautsaum versiegelt den Spalt zwischen Nagelplatte und Nagelfalz und schützt die darunterliegende Nagelwurzel vor Wasser, Keimen und Reizstoffen. Wer sie grosszügig wegschneidet, öffnet genau diese Tür.
Unter dem sichtbaren Saum liegt die Wachstumszone des Nagels, die Matrix. Wird die Versiegelung verletzt, dringen Feuchtigkeit und Bakterien ein, es drohen die Nagelbettentzündung und auf Dauer Wachstumsstörungen wie Querrillen. Auch das Fundament für Niednägel wird beim Schneiden gelegt, denn jede Schnittkante kann zum abstehenden Hautfaden ausreissen.
Eincremen oder einölen, am besten täglich, dann bleibt der Saum geschmeidig und reisst nicht ein. Wer den Nagel optisch freilegen will, schiebt die Nagelhaut nach dem Duschen mit einem weichen Hölzchen sanft zurück, ohne Druck auf die Wurzelzone. Verhärtete, eingerissene oder verwachsene Nagelhaut bearbeiten wir podologisch schonend, das gehört zur gepflegten Basis jeder Nagelbehandlung.
Der Fachbegriff Kutikula bezeichnet genau genommen nur das dünne, abgestorbene Häutchen, das auf der Nagelplatte klebt, während das Eponychium der lebende Hautwall darüber ist. Entfernt werden darf nur das tote Häutchen, der lebende Wall bleibt unangetastet.
Darf man die Nagelhaut schneiden?
Was tun bei eingerissener oder entzündeter Nagelhaut?
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Wir schauen präzise hin: diskret, auf Termin, zwischen Kreuzplatz und Kunsthaus. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.