Kaum eine Pflegeroutine verhindert so viele Probleme wie der richtige Nagelschnitt, und kaum eine wird so oft falsch gemacht. Die Kurzform: Zehennägel gerade schneiden, die Ecken nicht in die Tiefe ausrunden, nicht zu kurz, und mit sauberem, gut schliessendem Werkzeug.
Der Nagel wird gerade gekürzt, so dass die Nagelecken sichtbar über dem seitlichen Hautwall bleiben, als Faustregel endet der Nagel etwa mit der Zehenkuppe. Wer die Ecken tief ausrundet, lädt den nachwachsenden Rand ein, in die Haut zu wachsen, der Anfang des eingewachsenen Nagels. Scharfe Kanten nach dem Schnitt glättet eine Feile. Dicke oder splitternde Nägel schneidet man am besten nach dem Duschen, wenn die Platte weicher ist, und in kleinen Abschnitten statt in einem grossen Knips.
Ein guter Knipser oder eine Nagelzange mit gerader Schneide schlägt jede gebogene Hautschere, und das Werkzeug bleibt persönlich, denn geteilte Scheren teilen auch Pilzsporen. Bei Diabetes, Blutverdünnung, sehr dicken Nägeln oder eingeschränkter Beweglichkeit gehört der Schnitt in podologische Hände, ein kleiner Schnittfehler kann hier grosse Folgen haben. Und die Nagelhaut wird gepflegt und zurückgeschoben, nie geschnitten.
Zehennägel wachsen rund dreimal langsamer als Fingernägel, etwa einen Millimeter pro Monat. Deshalb genügt an den Füssen meist ein Schnitt alle vier bis sechs Wochen, während die Hände wöchentlich fällig sind.
Wie oft muss ich die Zehennägel schneiden?
Darf ich die Nagelecken beim eingewachsenen Nagel selbst wegschneiden?
Beschwerden an Fuss, Haut oder Nagel?
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