Das diabetische Fusssyndrom umfasst Haut-, Nerven- und Durchblutungsveränderungen am Fuss, die als Folge eines Diabetes mellitus entstehen können. Weil das Schmerzempfinden nachlassen kann, bleiben kleine Verletzungen oft unbemerkt, regelmässige podologische Kontrolle ist deshalb ein zentraler Teil der Vorsorge.
Erhöhte Blutzuckerwerte können über Jahre Nerven (Polyneuropathie) und Gefässe schädigen. Die Haut wird trockener, Druckstellen entstehen leichter, Wunden heilen langsamer. Aus einer harmlosen Hornhautstelle kann so unbemerkt ein Druckgeschwür werden.
- Füsse täglich betrachten, auch Zehenzwischenräume und Fusssohlen (Spiegel hilft).
- Keine spitzen Instrumente, keine Hornhauthobel: Verletzungsgefahr.
- Passendes Schuhwerk ohne Druckstellen, täglich frische Strümpfe ohne drückende Nähte.
- Auffälligkeiten früh zeigen, Ihrem Arzt oder Ihrer Podologin.
Bei Diabetes empfiehlt sich die regelmässige medizinische Fusspflege grundsätzlich, nicht erst bei Beschwerden. Hornhaut, Nagelpflege und Druckentlastung gehören dabei in geübte, sterile Hände. Wir arbeiten dazu eng mit Ärztinnen und Ärzten zusammen.
Bei ausgeprägter Neuropathie ersetzen die Augen das Schmerzempfinden: Die tägliche Sichtkontrolle der Füsse ist die wichtigste einzelne Schutzmassnahme, sie kostet nichts und dauert eine Minute.
Seit 2022 übernimmt die obligatorische Grundversicherung (OKP) podologische Behandlungen beim diabetischen Fusssyndrom, sofern eine ärztliche Anordnung vorliegt. Ob und wie das in Ihrem Fall greift, klären Sie am besten mit Ihrer Ärztin und Ihrer Kasse, und gerne mit uns.
Wie oft sollte ich mit Diabetes zur Podologie?
Darf ich Hornhaut selbst entfernen?
Beschwerden an Fuss, Haut oder Nagel?
Wir schauen präzise hin: diskret, auf Termin, zwischen Kreuzplatz und Kunsthaus. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.