Brennende Fusssohlen, Kribbeln oder ein pelziges Gefühl, das sich abends und nachts meldet, sind meist ein Signal der feinen Nerven. Die häufigste Ursache ist eine Polyneuropathie, eine Störung der langen Nervenfasern, oft im Zusammenhang mit Diabetes, Alkohol oder Vitamin-B12-Mangel. Seltener stecken Durchblutungsstörungen, ein Nervenengpass oder schlicht Wärmestau im Schuh dahinter.
Typisch ist ein symmetrisches Brennen oder Kribbeln beider Sohlen, das in Ruhe stärker wird, während Bewegung eher ablenkt. Manche berichten über taube Zonen, andere über Überempfindlichkeit schon auf die Bettdecke. Kommen Wadenschmerzen beim Gehen, kalte Füsse oder Wunden dazu, spricht das eher für die Durchblutung als für die Nerven.
Am Anfang steht die Ursache, nicht das Symptom: Blutzucker, Vitamin-B12-Status und Medikamente gehören fachlich geprüft, oft genügt dafür ein einfacher Bluttest bei der Hausärztin. Podologisch begleiten wir mit der regelmässigen Fusskontrolle, denn wo das Gefühl nachlässt, bleiben Druckstellen und kleine Verletzungen unbemerkt. Kühle Fussbäder, atmungsaktive Schuhe und Barfussphasen zu Hause lindern das Wärmegefühl, ersetzen die Klärung aber nicht.
Die Nerven zu den Zehen sind die längsten des Körpers, über einen Meter vom Rückenmark bis in die Zehenspitze. Genau deshalb zeigen sich viele Nervenstörungen zuerst an den Füssen, und erst viel später an den Händen.
Warum brennen die Füsse gerade nachts?
Wann muss ich brennende Füsse ernst nehmen?
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