Beim Löffelnagel kehrt sich die natürliche Wölbung der Nagelplatte um: Die Mitte sinkt ein, die Ränder heben sich, ein Wassertropfen bliebe wie in einem Löffel liegen. Bei Kleinkindern ist das an den Zehen häufig und wächst sich meist aus. Tritt die Form bei Erwachsenen neu auf, ist die häufigste innere Ursache ein Eisenmangel.
Die Platte wirkt dünn, weich und konkav, oft zuerst an einzelnen Nägeln. Begleiten Müdigkeit, Blässe oder brüchige Nägel das Bild, erhärtet das den Verdacht auf Eisenmangel. Auch ständiger Kontakt mit Wasser, Laugen oder Lösungsmitteln sowie mechanische Dauerbelastung können die Form verändern, an den Zehen zudem chronischer Schuhdruck.
Die Form selbst ist nicht das Problem, ihre Ursache ist es. Ein einfaches Blutbild bei der Hausärztin klärt den Eisenstatus, und wird ein Mangel behoben, wächst der Nagel über Monate wieder in seiner normalen Wölbung nach. Podologisch glätten wir belastete Platten schonend, schützen dünne Nägel vor Druck und behalten den Verlauf beim Herauswachsen im Blick.
Der Wassertropfen-Test ist die klassische Eselsbrücke der Fachliteratur: Bleibt ein Tropfen in der Nagelmulde liegen, statt abzuperlen, spricht man von Koilonychie, vom griechischen «koilos» für hohl.
Bedeuten Löffelnägel immer Eisenmangel?
Wie lange dauert es, bis der Nagel wieder normal aussieht?
Beschwerden an Fuss, Haut oder Nagel?
Wir schauen präzise hin: diskret, auf Termin, zwischen Kreuzplatz und Kunsthaus. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.