Kompressionsstrümpfe üben von der Fessel aufwärts abnehmenden Druck aus und geben den Venen damit Rückenwind: Das Blut fliesst schneller herzwärts, weniger Flüssigkeit versackt im Gewebe. Richtig eingesetzt sind sie eine der wirksamsten und einfachsten Massnahmen gegen schwere, geschwollene Beine, richtig eingesetzt heisst aber auch: passend verordnet und angemessen angezogen.
Bewährt sind sie bei Venenschwäche mit abends schweren Beinen und geschwollenen Füssen, nach Venenthrombosen, in der Schwangerschaft und auf langen Flügen und Autofahrten, wo die Muskelpumpe stillsteht. Für Reisen und Stehberufe genügen oft leichte Stütz- oder Reisestrümpfe, medizinische Kompressionsklassen gehören dagegen fachlich verordnet und ausgemessen, denn der Druckverlauf muss stimmen.
Ein Strumpf, der einschneidet, Falten wirft oder Zehen taub werden lässt, sitzt falsch. Wichtigste Ausnahme: Bei einer arteriellen Durchblutungsstörung kann Kompression die ohnehin knappe Zufuhr weiter drosseln, deshalb gehört vor der Verordnung die Prüfung der Arterien. Podologisch sehen wir die Folgen der Kompression auf der Haut, trockene Stellen und Druckzonen, und beraten zur passenden Hautpflege, die Strumpffasern nicht angreift.
Das Prinzip ist über 2000 Jahre alt: Schon antike Ärzte wickelten Beine mit straffen Binden. Der moderne gestrickte Kompressionsstrumpf mit definiertem Druckverlauf wurde erst möglich, als elastische Fasern erfunden waren, eine Erfindung des 20. Jahrhunderts.
Sind Kompressionssocken auf Flugreisen sinnvoll?
Was ist der Unterschied zwischen Stützstrümpfen und Kompressionsstrümpfen?
Beschwerden an Fuss, Haut oder Nagel?
Wir schauen präzise hin: diskret, auf Termin, zwischen Kreuzplatz und Kunsthaus. Anfragen beantworten wir in der Regel innerhalb eines Arbeitstages.